CD Projekt Red-Mitarbeiter gründen Gewerkschaft zum Schutz ihrer Rechte angesichts von Mitarbeiterentlassungen

CD Projekt Red-Mitarbeiter gründen Gewerkschaft zum Schutz ihrer Rechte angesichts von Mitarbeiterentlassungen

CD Projekt Red-Mitarbeiter gründen Gewerkschaft zum Schutz ihrer Rechte angesichts von Mitarbeiterentlassungen

CD Projekt Red (CDPR), der Entwickler beliebter Spiele wie „Cyberpunk 2077“ und „The Witcher“, sieht sich mit Entlassungen konfrontiert, was dazu führt, dass die Mitarbeiter eine neue Gewerkschaft auf nationaler Ebene in Polen gründen. Die neu gegründete Gewerkschaft mit dem Namen Związek Pracowników Branży Gier (Polnische Gamedev-Arbeitergewerkschaft) hat zum Ziel, die Rechte von Fachkräften in der Spieleentwicklung in Polen zu schützen.

Die Entscheidung zur Gründung der Gewerkschaft erfolgt, nachdem CDPR kürzlich angekündigt hat, bis März 2024 neun Prozent seiner Belegschaft abzubauen. Dies folgt auf eine Reihe von Entlassungen, die in den letzten Monaten stattgefunden haben. Die Gewerkschaft beschränkt sich nicht nur auf CDPR-Mitarbeiter, sondern beabsichtigt, alle Fachkräfte und Personen, die in der Spieleentwicklungsbranche in Polen tätig sind, zu vertreten.

Die turbulenten Zeiten von CD Projekt Red, einschließlich der langwierigen Entwicklung und des schwierigen Starts von „Cyberpunk 2077“, haben die Zeitpläne des Unternehmens durcheinander gebracht und dazu geführt, dass Entwickler von anderen Projekten abgezogen wurden, wie beispielsweise potenzielle Arbeiten an „The Witcher 4“. Die Herausforderungen des Studios wurden durch die zusätzliche Anstrengung, die zur Behebung der Probleme mit „Cyberpunk 2077“ und zur Veröffentlichung seines DLCs erforderlich war, weiter verschärft.

Als Reaktion auf diese Umstände haben die Mitarbeiter die Initiative ergriffen, um eine Gewerkschaft zu gründen, um mit dem durch die Entlassungen verursachten Stress, der Unsicherheit und den psychischen Gesundheitsproblemen umzugehen. Die Gewerkschaft zielt darauf ab, ihren Mitgliedern in Krisenzeiten mehr Sicherheit, Transparenz, besseren Schutz und eine stärkere Stimme zu bieten.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Gewerkschaft nur Arbeiter mit polnischen Verträgen repräsentieren kann und nicht die Mitarbeiter des Vancouver-Studios von CDPR abdeckt. Die Mitarbeiter des Vancouver-Studios haben jedoch die Möglichkeit, eigene Bemühungen zur Gewerkschaftsbildung zu initiieren.

Die Gründung dieser Gewerkschaft verdeutlicht das inhärente Machtgefälle zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Spieleindustrie. Arbeitnehmer, die die treibende Kraft hinter der Wertschöpfung sind, haben oft keine Entscheidungsbefugnis in Bezug auf unternehmensbezogene Angelegenheiten. Die Gewerkschaft strebt an, dies zu korrigieren, indem sie sich für Gleichberechtigung einsetzt und den Arbeitnehmern eine stärkere Stimme gibt.

CD Projekt Red hat bisher noch nicht offiziell auf die Gewerkschaft reagiert oder angegeben, ob sie mit ihr zusammenarbeiten wollen. Die Zukunft dieser Gewerkschaft und ihre Auswirkungen auf die Rechte und Arbeitsbedingungen von Spieleentwicklern in Polen bleibt abzuwarten.